Alte Räume werden zu neuem Leben erweckt

Die industriell geprägte Architektur der ehemaligen Schappehallen eignet sich hervorragend für die Umnutzung in ein Zentrum für Kultur, Jugend und Gewerbe. Die Verdichtung zu einem räumlich prägnanten und identitätsstiftenden Ensemble mit eigenständigem Ausdruck kann sich so zu einem wichtigen neuen Ort der Begegnung in Kriens entwickeln. Der Charme der heutigen Anlage mit ihren industriellen Bauten als Zeugen vergangenen Zeiten ist Inhalt und Ausgangspunkt des Projektes. Die Hofbildung, die Dachlandschaft sowie die Umfassungsmauern werden aufgenommen und in zeitgemässer Form weiterentwickelt.

 

Die Eingriffe in die bestehenden Strukturen erfolgen angemessen und sorgfältig. Die Herausforderung besteht darin, die alten Gebäude in ihrem Charakter zu erhalten und sie gleichzeitig energetisch sinnvoll aufzuwerten. Die durch verschiedene Bautypen gebildete, fast klosterähnlich geschlossene Anlage bietet ideale Voraussetzungen, um das facettenreiche Raumprogramm umzusetzen. Da jedem Nutzungsbereich ein eigener sinnfälliger, spezifischer Ort zugewiesen wird, können die Potenziale der unterschiedlichen Bauten optimal ausgespielt werden:

 

  • Werkstätten werden zum Saal: Die in der heutigen Form genutzte Werkstätte als Feuerwehrlokal wird zukünftig als Saal (250 Sitzplätze) umgenutzt. Die neue, prägnante Dachlandschaft markiert einen neuen Auftritt an der Obernaustrasse und stellt eine Verwandtschaft zu den angrenzenden An- und Neubauten her. Das mitunter aus akustischen Gründen modulierte Dach unterteilt den geradlinigen, langen Hallenbau optisch in eine fliessende Sequenz unterschiedlicher Räume mit Saal, Foyer mit Bar und Probesaal (50 Personen).
  • Speisehaus wird Jugendhaus: Das ehemalige Speisehaus, direkt an der Busschleife gelegen und in der heutigen Form als Betriebsgebäude für Werkhof und als Lager genutzt, wird der «Jugendkultur» zugewiesen. Der Ausbau wird pragmatisch und in einem einfachen Standard ausgeführt. Der Discoraum, der unter die Werkstätten des Feuerwehrgebäudes zu liegen kommt, wird entsprechend dem vorhandenen Raum dimensioniert.
  • Kesselhaus wird Kulturraum: Das Kesselhaus, heute als Lager und Garage genutzt, wird im Obergeschoss für Kulturschaffende für Ateliers umgenutzt. Im Erdgeschoss sind ein Ausstellungsraum mit Foyer sowie eine Galerie vorgesehen.
  • Neubau Musikschule: Anstelle der baufälligen Lager-, Stall- und Remisenbauten soll die neue Musikschule erstellt werden. Der in Massivbauweise konzipierte Neubau ergänzt das Ensemble der bestehenden Bauten.
  • Innenhof: Durch die gesamtheitlichen Eingriffe werden im Innern wie auch ausserhalb der Anlage wohlproportionierte Platz-, Strassen- und Gassenräume geschaffen, welche durch gezielt gesetzte Zugänge miteinander verbunden sind und zu wertvollen Aufenthalts- und Begegnungsorten werden. Im Zentrum der Anlage entsteht dadurch ein Innenhof aufgespannt welcher mannigfaltige Nutzungsformen bietet.

Lärm- und Schallschutz: Den Aspekten des Lärm- und Schallschutzes (Immissionen für Umgebung, Strassenlärm für Nutzer) wurde bei der Anordnung der Räume, aber auch bei der Bauart Rechnung getragen.

Integriert wird hier zudem die Gestaltung des Vorplatzes  bei der Busschleife, der in Verbindung mit der neuen Fusswegverbindung durch den Innenhof von Schappe Süd umgestaltet und aufgewertet werden soll. 

 

Architektur: Niklaus Graber & Christoph Steiger, Architekten ETH/BSA/SIA Gmbh, Luzern

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