Baueingabe für das neue Krienser Jugend- und Kulturzentrum

In den alten Mauern der heutigen Werkhof- und Feuerwehr-Räumlichkeiten zieht im Rahmen des Krienser Gesamtprojektes «Zukunft Kriens – Leben im Zentrum» schon bald neues Leben ein. Die Gemeinde Kriens möchte die heutigen Räumlichkeiten zum neuen Jugend- und Kulturzentrums mit Musikschule umgestalten. Jetzt wurden dazu die Baupläne eingereicht. Der Start der Bauarbeiten ist im Frühling 2016 geplant.

Im Gegensatz zu den beiden Neubauprojekten "Eichenspes" bzw. "Zentrum Pilatus" wird auf dem Areal Schappe Süd die bisherige Bausubstanz zu einem wesentlichen Teil erhalten. Wo heute die Feuerwehr und der Werkhof untergebracht sind, entsteht direkt an der Busschleife Kriens ein Zentrum für die Jugend sowie für Kulturschaffende. Dabei werden die alten Gebäude saniert, modernisiert und für die zukünftigen Nutzungsformen umgebaut.

 

Innenhof als Eventfläche

Herzstück des neuen Areals wird ein grosszügiger Innenhof sein, der als Begegnungs- und Eventfläche genutzt werden kann. Um diesen gruppieren sich die drei heutigen Gebäude, die erhalten bleiben:

•     Längsbau: Im langen Bau entlang der Obernauerstrasse entsteht ein Veranstaltungssaal für kleinere Veranstaltungen (bis 250 Personen) und ersetzt damit das bisherige Scala. Das heute flache Dach erhält eine neue, markante Form: es wird "Sheddach"-ähnlich mit vier asymetrisch gegliederten Pultdächern gebaut. Diese neue Dachform schafft nach aussen hin eine Referenz an die industrielle Geschichte  des gebäudes, dient aber gleichzeitig auch der Raumakkustik bei Veranstaltungen. Der Saal wird durch Bühnenraum und Foyer sowie einen Probensaal ergänzt.

•     Querbau: Im Querbau, wo heute der Werkhof untergebracht ist, zieht neu die Krienser Jugend ein. Hier entsteht die neue Info-Bar, es gibt Cliquenräume, den eigentlichen Jugendtreff sowie die Büros der Jugendanimation.

•     Kesselhaus: Beim alten Kesselhaus wird der prägnante Backstein-Stil erhalten. Aus dem heutigen Lagergebäude entsteht aber das neue Zentrum der Krienser Kultur. Neben der Galerie Kriens finden auch zahlreiche, unterschiedlich grosse Atelierräume für Krienser Kulturschaffende Platz.

 

Neubau für Musikschule

Das vierte Gebäude um den Innhof wird neu gebaut. Es entsteht entlang der Kosthausstrasse und ersetzt die heutigen baufälligen Holzbauten. Im Neubau werden die heute an verschiedenen Standorten in Kriens verstreuten Probenräume der Musikschule zusammengefasst. Der Neubau wird sich in seiner Formensprache behutsam ans Gesamtensemble anlehnen. So wird der Neubau eine identische Dachform erhalten wie der Längsbau mit dem Kleinsaal.

 

Neuer Begegnungsort

Das Projekt für das Jugend- und Kulturzentrum schafft im Zentrum damit in vielfacher Hinsicht Lebensraum. Das heute ausschliesslich durch Werkhof und Feuerwehr genutzte Areal wird durch die Umnutzung der Räume öffentlich zugänglich. Mehr noch: Das Areal wird zu einem neuen Begegnungsort im Zentrum von Kriens. Dieser Aspekt wird gefördert, indem der Innenhof als öffentlichen Raum konzipiert ist, der unabhängig von Veranstaltungen genutzt werden kann. Dazu gehört auch, dass der Vorplatz auf der heutigen Busschleife quasi in diese Gestaltung miteinbezogen wird. Von diesem Vorplatz erfolgt nämlich der zentrale Zugang zum Areal, indem ein neuer Fussweg-Durchgang geschaffen wird. Dieser dient gleichzeitig auch der verkehrsfreien Fussgänger-Verbindung ins Wichlern-Quartier.

 

Gestaffelter Bezug

Die Bautermine für das Schappe Süd-Areal sind abhängig vom Baufortschritt des Neubauprojektes im Eichenspes. Denn im Schappe Süd kann erst mit den effektiven Bauarbeiten begonnen werden, wenn Werkhof und Feuerwehr am neuen Standort eingezogen sind. Geht es im Eichenspes und mit der Erteilung der Baubewilligung im Schappe Süd nach Plan, soll die Jugendanimation bis spätestens im Frühjahr 2017 am neuen Ort einziehen. In der Folge werden weitere Gebäudeteile gestaffelt in Betrieb genommen: Im Sommer 2017 der Saal, im Herbst 2017 die Kulturateliers. Der Neubau der Musikschule soll letztlich im Frühjahr 2018 bezugsbereit sein.

Dieser gestaffelte Bezug ist nicht zuletzt auch deshalb möglich, weil in der Konzeption des Gebäudes darauf geachtet wurde, dass die vier Gebäudeteile zwar eine Einheit bilden, aber alle mit einem eigenen Eingangsbereich auch autonom funktionieren.

 

Detaillierte Konzeptpläne der Baueingabe und Visualisierungen

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